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Artikel aus nw-news.de vom 14.12.2012

Durch regionales Produkt soll Artenvielfalt erhalten und gefördert werden / Vorerst nur als Flaschenvariante

Warburg. Bio-Biere liegen im Trend. Die Brauerei Kohlschein bietet ab Montag ebenfalls eine neue Sorte an: Warburger Helles. Das Bier mit einem intensiven Malz-Aroma wird aus Bio-Gersten aus der Region rund um den Desenberg gebraut. Da sich die Felder als Rückzugsorte für heimische Tiere und Pflanzen eignen, soll mit dem Produkt auch die Artenvielfalt in der Region gefördert werden.

 

Nicht im Regenwald, sondern vor Ort möchte die Warburger Brauerei Kohlschein einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Langfristigkeit beim biologischen Anbau leisten. Erstmalig kommt beim Brauen in Warburg deshalb Bio-Gerste zum Einsatz. Erste Gespräche in diese Richtung führte das Unternehmen bereits vor mehr als zwei Jahren mit der Bio-Erzeugergemeinschaft "Bördeland und Diemeltal". Mit der Markteinführung des Bieres findet dieses Projekt nun seinen Abschluss.

"Das Projekt gärte lange", sagt Geschäftsführer Michael Kohlschein. Ziel sei es gewesen, den Anteil regionaler Gerste hoch zu halten und sogar noch zu erhöhen, sagt Franz-Axel Kohlschein, ebenfalls Geschäftsführer. Da die Kernkompetenz der Brauerei in der Malz liege, habe sich das Unternehmen mit der Bio-Erzeugergemeinschaft zusammengetan.

"So ist es nicht nur ein Bio-Produkt, sondern auch ein regionales Produkt", sagt Franz-Axel Kohlschein. Sowohl die Rohstoffe für das Bier als auch dessen Produktion und die dafür notwendige Energie seien in der Region vor Ort angelagert. Einzig Hopfen und Heizöl kämen nicht von hier.
"Bio-Gerstenfelder sind zudem ein wichtiger Rückzugsort für viele Tier- und Pflanzenarten", sagt Franz-Axel-Kohlschein. Laut Frank Grawe von der Landschaftsstation im Kreis Höxter gedeihen in Bio-Gerstenfeldern Wildkräuter besonders gut. Da diese gern von Feldmäusen gefressen werden, finden auch Rotmilane gute Bedingungen für die Jagd vor. Einige Tage nach der Markteinführung des Bieres soll ein Natur-Gedächtnistrainer erscheinen, der die 40 Tier- und Pflanzenarten aus der Region zeigt, die von Bio-Gerstenfeldern profitieren.

Die Brauerei möchte den Anbau der Bio-Gerste fördern. 30 Tonnen Bio-Gerste, die etwa die Hälfte des Ertrages von konventioneller Gerste erbringt, werden für die Produktion des Warburger Hellen benötigt. Vorteile des biologischen Anbaus sind laut Josef Schlüter von der Bio-Erzeugergemeinschaft "Bördeland und Diemeltal" die vielseitige Fruchtfolge, also der Wechsel zwischen Winter- und Sommerfrüchten, und der Verzicht auf Pestizide sowie synthetische Dünger. Die Verantwortlichen bei der Brauerei würden sich darüber freuen, wenn das Bier auch im Bio-Fachhandel erhältlich sein würde. Bei Naturkost Brinkmann in der Unterstraße wird es das Warburger Helle geben. Auch in den Hofläden Engemann in Eissen und bei Jacobi in Körbecke können die Kunden das regionale Produkt kaufen. "Darüber hinaus ist das Bier in fast allen Warburger Geschäften ab Montagnachmittag zu bekommen", verspricht Michael Kohlschein.

Kernig und erdig
Vorerst wird es Warburger Helles nur als Flaschenvariante geben. Ob es dann auch im Fass vertrieben wird, hängt von der Resonanz bei den Verbrauchern ab.

Die Kiste mit 20 Flaschen (0,33 Liter) kostet 10,49 Euro.
Das Bier mit blauen Kronkorken ist nach EU-Richtlinien zertifiziert und hat einen Alkoholgehalt von 5,2 Prozent.
"Es ist eine milde Variante unseres normalen Pilses mit einem deutlich stärkeren Malz-Charakter und einer kernigen Erdigkeit", wirbt Brauerei-Chef Franz-Axel Kohlschein.


Quelle: nw-news.de - zum Artikel

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